Beschreibung
Das Gebäude des Pferdes verstehen – sinnvoll und individuell trainieren
Kein Pferd ist wie das andere. Und genau deshalb kann auch Ausbildung nicht nach einem einheitlichen Schema funktionieren.
Langer oder kurzer Rücken, eine steile oder eher schräge Schulter, unterschiedliche Beckenformen, Winkelungen der Gliedmaßen oder die individuelle Verteilung von Muskulatur – das Gebäude eines Pferdes beeinflusst, wie es sich bewegen und seinen Körper unter Belastung organisieren kann.
Dabei geht es nicht darum, ein Gebäude als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten.
Entscheidend ist vielmehr:
Was bedeutet dieses Gebäude für mein Pferd – und was muss ich im Training berücksichtigen?
Denn körperliche Voraussetzungen bestimmen mit, welche Bewegungen einem Pferd leichtfallen, wo es möglicherweise kompensiert und welche Anforderungen sinnvoll aufgebaut werden sollten.
Das Gebäude ist nur ein Teil des Ganzen
Zu einem Pferd gehört allerdings weit mehr als sein Exterieur.
Auch Alter, Ausbildungsstand, Beweglichkeit, Kraft, Koordination, Charakter und Sensibilität spielen eine wichtige Rolle.
Manche Pferde verfügen beispielsweise über sehr viel Beweglichkeit und brauchen deshalb besonders viel funktionelle Stabilität und eine klare, sinnvoll aufgebaute Ausbildung. Andere benötigen zunächst mehr Zeit, um Kraft und Koordination zu entwickeln.
Und genau hier liegt eine der größten Herausforderungen in der Pferdeausbildung:
Wir müssen lernen, unser Training an das Pferd anzupassen – nicht das Pferd an unser Trainingsschema.
Zusammenhänge verstehen und Training sinnvoll gestalten
In diesem Online-Training lernst Du, das Gebäude Deines Pferdes genauer zu betrachten und seine individuellen körperlichen Voraussetzungen besser zu verstehen.
Du erfährst, welche Zusammenhänge zwischen Gebäude, Bewegung, Muskulatur, Gleichgewicht und Belastbarkeitbestehen und was daraus für die tägliche Arbeit entstehen kann.
Denn das Ziel ist nicht einfach, möglichst viel Muskulatur aufzubauen.
Es geht darum, Deinem Pferd zu helfen, seinen Körper funktionell einzusetzen, Kraft und Stabilität zu entwickeln und sich dabei möglichst losgelassen und wohlzufühlen.
Dabei kann es notwendig sein, Anforderungen individuell zu dosieren, Übungen anzupassen oder dem Pferd mehr Zeit für die Entwicklung bestimmter Fähigkeiten zu geben.
Dein Pferd ist der Maßstab
Gutes Training bedeutet deshalb nicht, mit jedem Pferd dasselbe zu tun.
Es bedeutet, wahrzunehmen, zu verstehen und entsprechend zu handeln.
Wenn Du das Gebäude Deines Pferdes kennst und seine individuellen Voraussetzungen besser einschätzen kannst, kannst Du Training bewusster gestalten und viele Entscheidungen in der Ausbildung besser nachvollziehen.
Nicht das perfekte Gebäude ist entscheidend.
Entscheidend ist, dass wir verstehen, was unser Pferd mitbringt – und wie wir damit sinnvoll umgehen.
Denn genau darum geht es für mich bei gesunderhaltender Pferdeausbildung:
Zusammenhänge erkennen. Individuell trainieren. Gesundheit erhalten.





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