Reitunterricht heute….

Anne Schmatelka steht in einer Reithalle und beobachtet eine Reiterin auf einem hellbraunen Pferd

Im heutigen Reitsport scheint mir ein Problem zunehmend sichtbar zu werden: Es wird zu oft unterrichtet, um Kunden zufriedenzustellen, statt Pferde und Reiter tatsächlich weiterzubringen.

Kritische Fragen werden vermieden, Fehler beschönigt und offensichtliche Probleme so lange relativiert, bis sie kaum noch als solche wahrgenommen werden. Was fachlich überprüft werden müsste, wird zur persönlichen Interpretation erklärt. Und nicht selten werden Trainingsmethoden vermittelt, ohne dass die notwendigen Kenntnisse vorhanden sind, um ihre Auswirkungen auf das Pferd wirklich beurteilen zu können.

Das ist keine harmlose Entwicklung. Denn wenn im Unterricht fachliche Klarheit durch Gefälligkeit ersetzt wird, bleibt die Rechnung nicht selten beim Pferd hängen.

Was wir beim Reiten nicht sehen: Die Halswirbelsäule unseres Pferdes

…Und genau deshalb sollten wir sehr vorsichtig damit sein, den Hals des Pferdes ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der äußeren Form zu betrachten.
Denn der Hals ist kein Griff, an dem man den Kopf des Pferdes in die gewünschte Position bringt.
Der Hals ist Teil des gesamten Bewegungssystems.
Wenn wir den Körper des Pferdes in seiner Bewegung beeinflussen, muss sich auch die Halswirbelsäule daran anpassen.

Halsringreiten – Freiheit am Hals…

Der Verzicht auf Gebiss und Zügel sagt nichts darüber aus, ob ein Pferd seinen Körper unter dem Reiter biomechanisch sinnvoll einsetzen kann. Wer Halsringreiten als besonders pferdefreundlich bezeichnet, sollte deshalb genauer hinsehen. Denn entscheidend ist nicht, wie frei eine Reitweise aussieht, sondern was sie im Körper des Pferdes bewirkt.

Bevor Du urteilst: Schau hin….

Anne Schmatelka sitzt von hinten gesehen auf einem braunen Pferd auf einer Wiese und schaut über die Schulter zurück

Wenn Armani Angst bekam, konnte es passieren, dass er komplett in seine alte Verhaltensweisen verfiel: Flucht. Und wenn ein Pferd in diesem Zustand den Kopf in einer bestimmten Position hat, den Hals festmacht und gegen die Einwirkung geht, ist die Situation nicht mehr mit einem einfachen „mehr Zügel“ zu lösen.

Vielleicht ist nicht Dein Pferd das Problem…

Vielleicht ist Dein Pferd nicht das Problem, sondern es ist vielmehr Dein Sitz, deine Einwirkung, Dein Timing. Das Unangenehme daran? Du bemerkest es möglicherweise überhaupt nicht. Nicht weil Du schlecht reitest, sondern weil….

„Das Ziel ist die Losgelassenheit, Lektionen sind nur der Weg dahin!“

Diesen Satz hat Rien van der Schaft vor vielen Jahren als Zitat für mein Buch „Die Losgelassnheit des Pferdes“ formuliert. Das gilt noch heute und sollte für uns immer unser Ziel sein. Lektionen wurde nicht zum Selbstzweck entwickelt – auch, wenn sie heute (leider) DAS Kriterium für gutes Reiten sollen. Lektionen stärken Muskeln, schaffen Elastizität […]

Zusammenhänge im Pferd – Entwicklungen im Pferdesport … bedenklich?

Anne Schmatelka trabt auf einem rotbraunen Pferd, orange und gelbe Linien, Kreise und Pfeile markieren Sitz, Zügelverbindung, Genick und Hinterhand

Erkenntnisse aus der 6-Wochen-Challenge Als ich die 6-Wochen-Challenge ins Leben gerufen habe, hatte ich mich so viel Resonanz nicht gerechnet. Tolle Pferdeleute, wirkliche Liebe zum Pferd. Viele sind auch über die Challenge als Kunden geblieben, haben Lehrgänge initiiert, buchen regelmässig Unterricht, tauschen sich in der WhatsApp Gruppe auch nach Ende der Challenge noch aus. Insgesamt […]

Probleme bei der Ausbildung Deines Pferdes?

Temperament, Charakter, Gebäude und unsere Wünsche… Jedes Pferd ist anders. Jedes Pferd hat seine eigene Geschichte. So sollte man bei der Ausbildung eines Pferdes auch spezifische Besonderheiten berücksichtigen. Die heutige Zucht bringt Pferde mit einer ernormen Qualität, einem teils deutlich veränderten Exterieur, hypermobil, somit allerdings oftmals nicht mehr „so einfach zu bedienen“. Manch einer kann das […]

Checkliste zur Selbstanalyse Deines Pferdes!

Probleme in der Ausbildung eines Pferdes haben immer mehrere Ursachen. Selten ist es ein Punkt allein, der dafür sorgt, dass sich das Pferd verspannt oder dass es irgendwie nicht weitergeht.